Die Tech-Matrix

Wie wir mit Innovationen auf unser Wachstum reagieren

Um die Produktivität und Kreativität innerhalb unseres großen Tech-Teams organisieren zu können und um allen Kollegen und ihren Ideen gerecht zu werden, haben wir die gesamte Tech-Abteilung, die für unseren Marktplatz zuständig ist, umstrukturiert. Die neue Matrix stellt sicher, dass real.de weiterhin innovativ weitergedacht und unsere Software-Produkte optimal entwickelt werden können.

Aus der alten Struktur herausgewachsen

In den letzten Jahren sind real.digital und unsere Tech Organisation stark gewachsen. Die Anzahl an Kollegen hat dadurch rasant zugenommen:

In unserem Tech-Team am Standort Köln waren es im Januar 2017 erst 27 Mitarbeiter, heute arbeiten rund 150 Techies aus verschiedenen Disziplinen in unserem Tech-Team in Köln und Darmstadt!

Vorher war die Abteilung aus technischer Perspektive organisiert und es gab große Teams, in denen die Kollegen für viele Bereiche des Onlineshops gleichzeitig zuständig waren. Was für einen kleinen Onlineshop gut funktioniert, wenn sich jeder mit allem ein bisschen auskennt, wurde mit wachsender Mitarbeiterzahl schwierig: Wer arbeitet gerade an welchem Produkt? Wer ist für welche Entscheidung verantwortlich? Wie kann sich das Tech-Team organisieren? Unsere Director of Engineering Ruth war plötzlich für circa 100 Engineers zuständig – die Organisationsstruktur musste mitwachsen und den neuen Kapazitäten gerecht werden, damit die Tech-Matrix auch in Zukunft weiteres Wachstum aufnehmen kann.

Reorganisation der Techies

Also hat Ruth die Tech-Organisation zusammen mit zwei Kollegen von Grund auf neu strukturiert und sich dabei an den erfolgreichsten Tech-Unternehmen der Welt orientiert. Ruth ist zufrieden – gerade im Moment ist sie besonders froh, dass dieser Schritt zur richtigen Zeit gemacht wurde:

Mit der neuen Struktur waren wir in der Lage, die Corona-Umstellung auf Homeoffice schnell und effizient durchzuführen. Das wäre ohne die Reorganisation nicht so gut möglich gewesen.

(Ruth, Tech)

Ruth, Tech
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Sowohl die Tech-Teams selbst als auch ihre Aufgabenbereiche mussten reorganisiert werden, denn die tägliche Arbeit der Technik umfasst unter anderem Themen wie:

  • Weiterentwicklung des Shops (autonome und crossfunktionale Produkttteams, die sich eigene Ziele setzen, die sich aus unserer Unternehmensmission ableiten)
  • Maintenance (Wartung des Shops)
  • Initiativen (Weiterentwicklung des Shops und der Produkte, Umsetzen neuer Ideen)
  • Strategie (konzeptuelle Fragen und Themen, die über die reine Entwicklung hinausgehen)

Customer Centricity

Die neue Tech-Matrix reagiert weiterhin auf diese drei Kernbereiche, rückt aber von der technischen Perspektive der Organisation ab und verschiebt den Fokus auf die Perspektive des Kunden und ist jetzt explizit kundenzentriert ausgerichtet. Die Teams sind entlang der Customer Journey – also dem gesamten Kauferlebnis – aufgeteilt und organisiert, sodass jedes Team für einen Teilabschnitt der Reise des Kunden durch den Shop verantwortlich ist. Die Customer Journey und die Teams wurden dazu in drei Hauptabschnitte, die Product Areas, aufgeteilt. Jede Product Area besteht aus mehreren interdisziplinären Teams, es gibt mehr Teams als vorher – sie sind kleiner und dafür auf ihren speziellen Bereich fokussiert.

5 Teams: Team Acquire, Team Inspire, Team Find, Team Evaluate und Team Product Data

Verantwortlich für alle Aspekte der Customer Journey vom Auffinden des Shops durch den Kunden bis vor den Warenkorb.

Das passiert im Moment alles in dieser Area:

  • Tägliche Verarbeitung von bis zu 20 Millionen Produktdatenänderungen, um Inbound Traffic durch Google Shopping, Facebook Ads etc. zu generieren
  • Sicherstellung, dass Kunden, die organisch zu real.de finden, die Seite komfortabel bedienen können
  • Optimierung der Suchfunktion, damit passende Ergebnisse gefunden werden
  • Ermöglichen, dass auf den Produktdetail-Seiten wichtige Informationen gefunden und Reviews abgegeben werden können
  • Stetige Verfeinerung der Recommender, damit dem Kunden perfekt passende Produkte vorgeschlagen werden

3 Teams: Checkout Vision, Checkout and Payment und Account

Verantwortlich für alle Aspekte der Customer Journey von Einkaufswagen und Checkout bis zur Bezahlung sowie möglichen Stornierungsprozessen.

Das passiert im Moment alles in dieser Area:

  • Gestaltung eines einfachen und sicheren Kaufprozesses
  • Weiterentwicklung und Optimierung der Account Area des Kunden, in der er den Lieferstatus seines Produkts einsehen, Rücksendungen beantragen und das Kundenservice-Team erreichen kann
  • Weiterentwicklung und Optimierung der Help Area für Kundenfragen zum Kauf
  • Stetige Verbesserung der Produkte und Prozesse: beispielsweise wird im Moment der Checkout komplett neu gedacht und neu erfunden

7 Teams: Supplier Management, Offer and Supplier Selection, Warehouse Management, Customer Service Tools, Seller Management, Seller Inventory, Seller Delivery

Verantwortlich für die Aspekte, die für den Kunden nicht sichtbar sind, wenn real als Marktplatz-Händler im Hintergrund operiert.

Das passiert im Moment alles in dieser Area:

  • Betreuung von real als Händler (Direct Sales) – von Angebot bis Auslieferung
  • Bereitstellung und Entwicklung der Händler-Tools (für real als Händler)
  • Bündelung und Optimierung von beispielsweise Versand-, Rücknahme- oder Lagerverwaltungssoftware
  • Sicherstellung, dass die für den Shop entwickelten Tools so erfolgreich wie möglich sind
  • Wartung des Ticketsystems für alle Arten von Kundenanfragen

Neben den drei Product Areas, die sich um technische Lösungen für Käufer und Händler kümmern, gibt es noch eine vierte Product Area. Diese baut Tools für die Entwickler selbst und technische Lösungen für andere Abteilungen, damit alle ihre Projekte schnell, einfach und zuverlässig umsetzen können. Auch diese Area ist im Endeffekt kundenzentriert, allerdings sind die Kunden in diesem Fall die Mitarbeiter selbst.

4 Teams: Infrastructure, Data Engineering, Microservice Platform, CAS

Verantwortlich für die Umsetzung von technischen Anforderungen, die innerhalb von real.digital gestellt werden.

Das passiert im Moment alles in dieser Area:

  • Design und Umsetzung der Tools, die intern genutzt werden
  • Entwicklung von skalierbaren Lösungen nach Best Practices
  • Einsatz aktueller Bleeding-Edge Technologien
  • Erzeugung cross-funktionaler Tools und langfristige Planung

Perfekte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Disziplinen

Die Teams sind jetzt interdisziplinär aufgestellt, jedes Team setzt sich aus Kollegen mit unterschiedlichem technischen Background zusammen.

  • Frontend-Entwickler,
  • Backend-Entwickler,
  • Data Scientists,
  • UX Designer,
  • UI Designer,
  • Produktdesigner und
  • Product Owner

arbeiten Hand in Hand. Dabei werden die Prioritäten vom Product Owner festgelegt. Er priorisiert und entscheidet in Rücksprache mit den Teams, an welchen Themen gearbeitet wird. Auch die unterschiedlichen Areas haben jeweils einen eigenen Product Owner. Zusätzlich gibt es noch den Director of Product, der alle Product Owner und Area Product Owner managed. Die Engineering Manager arbeiten darüber hinaus zusammen mit dem Engineering Director an strategischen Themen im Zusammenhang mit People Management, Recruiting und Engineering im Allgemeinen.

Die Product Owner hinterfragen, was gebaut wird. Die Engineers hinterfragen, wie es gebaut wird.

(Ruth, Tech)

 

Weil die Teams auf der einen Seite vertikal nach Produktsicht strukturiert und auf der anderen Seite interdisziplinär aufgestellt sind, also horizontal verschiedene Disziplinen vereinen, ergibt sich eine Matrix-Struktur.

Matrix-Aufbau
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Traveln und Managen

Auch wenn sich viel verändert hat, die Kollegen wurden natürlich nicht ausgetauscht – manche haben ihren Bereich gewechselt, einige Teams wurden umstrukturiert und es sind sogar neue Techies dazugekommen, weil zusätzliche Positionen und Rollen geschaffen wurden. Neu ist jetzt die Rolle des Travellers: Der Traveller fußt auf dem Konzept des agilen Workflows, er ist Experte und geht mit seinem Fachwissen in die Teams, wenn dort die Kollegen Hilfe brauchen. Er fungiert als Mentor und befähigt die Teams, dass sie schnell wieder allein weiterarbeiten können.

Außerdem gibt es jetzt drei neu besetzte Positionen eines Engineering Managers, die in administrativen und disziplinarischen Fragen eine Brücke zwischen Ruth und den Engineers bauen. Jetzt ist Ruth nicht mehr allein verantwortlich, sodass Themen wie Recruiting, Feedback und One on One Meetings durch die Umstrukturierung verbessert und vereinfacht werden können.

Initiative für frische Gedanken

Eine weitere große, konzeptionelle Neuerung ist der neue Initiativenprozess – Ideen zu technischen Produktentwicklungen, die von jedem Mitarbeiter eingebracht werden können – und ein spezielles Framework bis zur Umsetzung durchlaufen. Vor der Reorganisation war das teamübergreifende Arbeiten schwierig, es mangelte manchmal an Transparenz und Überblick, wer eigentlich gerade an welchem Projektabschnitt arbeitet. Die Initiativen verbessern die Produktorganisation, jedes neue Feature wird jetzt ausgiebig getestet, sodass Produkte ohne Mehrwert direkt gestoppt und nicht mehr weiterentwickelt werden. Gleichzeitig gewährleistet das Modell, dass Ideen direkter eingebracht werden können. Die Initiativen können von jedem real.digital Mitarbeiter aus allen Abteilungen eingereicht werden, sie werden über ein zentrales Jira-Board gesteuert. Jede Abteilung sucht einen Repräsentanten aus, an den die Ideen herangetragen werden und der dann die Kommunikation mit den Product Ownern aus der Tech übernimmt.

Wir kombinieren in unserem Vorgehen Lean und Agile Prinzipien, um effizient Produkte zu entwickeln, die wirklich einen Mehrwert für die Kunden generieren.

(Fatih, Tech)

 

Die Initiative durchläuft dann, einmal im Board kommuniziert, fünf Phasen, bis am Ende bestenfalls das fertige Produkt steht. Die Stufen werden prozesshaft abgearbeitet, wobei die Initiative zwischen den Phasen jederzeit fallen gelassen werden kann. Die fünf Phasen sind:

  • Jemand hat eine gute Idee und bringt sie ein
  • Die Teammitglieder planen und evaluieren das neue Produkt-Feature
  • Erster Prototyp wird erstellt, beispielsweise als Clickdummy
  • Erste Daten werden durch UX-Tests vor Ort damit gesammelt
  • MVP (Minimal Viable Product) wird erstellt, um den Prototyp online zu testen
  • Das Produkt wird online an Kunden getestet, beispielsweise durch A/B-Tests
  • Weitere Daten werden gesammelt
  • Die gesammelten Daten werden genutzt, um das Produkt zu verbessern
  • Iterativ wird das Produkt optimiert

Wenn der Wert der Initiative für real.digital nicht groß genug ist, kann das Projekt jederzeit in allen Phasen gestoppt werden. Wir versuchen nicht um jeden Preis einen Output zu erschaffen. Für uns zählt einzig und allein der Outcome. Ziel des Aussiebens ist es, die Ideen und Projekte herauszustellen, die uns den Unternehmenszielen näherbringen. Während der Aufwand zur Umsetzung während des Projekts erstmal steigt, minimiert sich das Risiko einer Fehlentwicklung durch die Tests mit jedem Schritt, sodass sich Aufwand und Risiko im Gleichgewicht halten.

Her mit deinen Ideen!

Optimale Kundenorientierung, mitwachsende Organisationsstruktur und das Fördern innovativer und gewinnbringender Ideen – die neue Tech-Matrix hilft nicht nur Ruth und ihren über 100 Engineers bei der Produktorganisation und der täglichen Arbeit, sondern wirkt sich positiv auf das ganze Unternehmen aus.

Wenn auch ihr gute Ideen habt, wie wir unseren Marktplatz verbessern können, und ihr diese bei uns einbringen wollt, schaut euch doch mal bei unseren Stellenangeboten um!

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