Nachgefragt bei Michael (Head of Engineering E-Food)

Was machst du bei real.digital?

Unsere E-Food-Abteilung am real.digital Standort in Düsseldorf ist seit Frühjahr 2017 dabei, den Online-Lebensmitteleinkauf großflächig auszubauen. Michael kümmert sich zusammen mit seinem Team um die technische Betreuung und Optimierung des Lebensmittelshops auf real.de. Er erzählt euch, welche Aufgaben zu seinem Alltag gehören und wie die Zukunft des Online-Lebensmitteleinkaufs bei real aussieht. 

Hi Michael, fangen wir ganz vorne an: Was machst du hier bei real.digital?

Ich leite den Engineering Bereich (Entwicklung und Betrieb des Lebensmittelshops). Als wir mit E-Food vor dem Livegang im Frühling 2017 noch ganz am Anfang standen, war ich als Architekt für die technische Konzeptionierung und den Aufbau des Shops zuständig. Meine Kollegen und ich haben uns also zunächst über Konzeption, Logistik und Nachhaltigkeit des Lebensmittelshops Gedanken gemacht. Eben alles, was wir brauchen, um mit anderen E-Food-Anbietern in einem Wettbewerb auf Augenhöhe mitzumischen. Anhand dieser Prämissen haben wir schließlich entschieden, wie wir den Lebensmittelshop am besten programmieren und technologisch gestalten.

 

Wir verzeichnen eine enorme Entwicklung nach nur einem Jahr.

 

Anschließend habe ich das Entwicklerteam aufgebaut, das den eigentlichen Shop um unser Gerüst realisiert hat. Anfangs waren es gerade mal drei Leute, mittlerweile arbeiten schon rund dreißig Entwickler im Team, Tendenz steigend.

Was hast du gemacht, bevor du zu real.digital gekommen bist?

Ich habe vorher fünf Jahre lang bei der Metro Konzern IT gearbeitet und dort den Onlineshop von real, das ursprüngliche E-Food-Modell real Drive und weitere Webshops der Metro als Architekt betreut. Dadurch konnte ich bereits viel Erfahrung in diesem Bereich sammeln.

Worin unterscheiden sich deine Aufgaben von denen der Entwickler?

Neben der Entwicklung des Shopsystems kümmere ich mich auch um den Betrieb und die Überwachung der Server, damit der Lebensmittelshop zu jeder Zeit einwandfrei funktioniert. Für einen reibungslosen Ablauf automatisieren mein Team und ich außerdem so viele Prozesse wie möglich. Das hilft uns enorm dabei, alles im Blick zu behalten.

 

Unser Business wächst konstant und der Traffic nimmt zu.

 

Wir wissen zum Beispiel lange vor dem Kunden, wenn mal ein Server nicht so funktioniert, wie er soll, und können den Fehler schnell beheben. Das klappt in der Praxis sehr gut: Seitdem wir mit dem Lebensmittelshop letztes Jahr live gegangen sind, gab es keine für den Kunden spürbaren Ausfälle.

Die Herausforderung für uns besteht darin, das System weiterhin so zuverlässig wie momentan am Laufen zu halten, während wir gleichzeitig weitere Maschinen zuschalten.

Das klingt ja schonmal optimistisch. Welche zukünftigen Pläne habt ihr denn für den Lebensmittelshop?

Wir haben hohe, aber realistisch umsetzbare Ziele. Mit Marketing, IT, Category Management und Fulfillment sind wir ja sehr gut aufgestellt, um den Shop ambitioniert wachsen zu lassen. Dabei haben wir natürlich immer ein sehr großes Augenmerk auf die Kundenzufriedenheit.

 

Durch unsere Arbeit wird der Lebensmittelshop immer schlauer.

 

Dem Kunden sollen natürlich möglichst alle Artikel geliefert werden, die er auch bestellt hat. In diesem Zusammenhang setzen wir auf Machine Learning, womit wir in der Lage sind, zu prognostizieren, ob die im Lebensmittelshop gelisteten Artikel am Liefertag überhaupt vorrätig sind. Die Herausforderung unseres Geschäftsmodells ist nämlich, dass wir in unseren stationären Märkten auch die online bestellten Artikel zusammenstellen.

Mit passenden Algorithmen können wir maschinell vorausberechnen, welche Artikel am Liefertag am meisten im Markt nachgefragt und dann nur in geringer Stückzahl erhältlich sind. Diese werden dem Kunden online dann gar nicht erst angezeigt, dafür aber dann Alternativen vorgeschlagen, die in ausreichender Stückzahl im Markt vorrätig sind. So können wir mithilfe von Machine Learning dafür sorgen, dass die Kunden alle bestellten Artikel bekommen und zufrieden sind.

Was gefällt dir bei deiner Arbeit besonders?

Das sehr, sehr hohe Maß an Eigenverantwortlichkeit gefällt mir hier sehr gut. Mich reizt außerdem, dass wir uns im positiven Sinn viel abverlangen, um eine hohe Qualität beizubehalten. Das erreichen wir mit einem sehr hohen Maß an gegenseitigem Vertrauen, Kollegialität und Loyalität. Ich finde, da heben wir uns von anderen Arbeitgebern ab. Du spürst hier bei jedem Mitarbeiter die hohe Eigenmotivation, weil du eben auch wirklich die Möglichkeiten hast, deine eigenen Visionen einzubringen. Bei uns triffst du immer auf offene Ohren.

 

Bei uns wird jeder wertgeschätzt.

 

Außerdem sind wir bei uns in der IT international ziemlich breit aufgestellt. Wir haben Kollegen aus mehr als zehn Nationen. Es ist toll, andere Kulturen mit anderen Denkweisen im Team miterleben zu können. Das bringt uns schnell voran.

Und zum Abschluss vervollständige doch bitte diesen Satz: Ich lebe und arbeite gerne in Düsseldorf, weil …

Witzigerweise habe ich vorher zwanzig Jahre in Köln gelebt und kenne auch die Pendelei nach Düsseldorf allzu gut. Weil ich dann aber auch mal was Neues ausprobieren wollte, habe ich mich für ein Leben in Düsseldorf entschieden. Nach mittlerweile acht Jahren hier kann ich sagen: Köln ist sehr gut zum Feiern und Düsseldorf sehr gut zum Leben. Düsseldorf hat außerdem einen dörflichen Charme, der mir sehr gut gefällt. Wenn du hier in deinem Viertel rausgehst, kennst du gefühlt die Hälfte der Leute.

 

Danke für das Gespräch!

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