Emmas Enkel: Unser Update für den Tante-Emma-Laden

Wie der 24/7-Store mit Retro-Charme und modernster Technik begeistert

Emmas Enkel ist die deutsche „Alternative zu Amazon Go“, so das Fazit von t3n. Aber wer und was steckt hinter dem Konzept des Mini-Supermarkts ohne Ladenschluss und Personal?

1. Nostalgie meets Tech: Wie Emmas Enkel den Einzelhandel revolutioniert

Am 28. August 2019 feierte Emmas Enkel in Stuttgart seine Eröffnung: Der Supermarkt mit über 500 Artikeln auf kleinstem Raum bietet ein neuartiges Einkaufserlebnis und begeistert mit Wohlfühlatmosphäre ganz im Stil früherer Tante-Emma-Läden.

Wollmäuse oder andere Hinweise auf ein angestaubtes Konzept sucht man hier jedoch vergeblich: Frische Lebensmittel, oftmals aus biologischer Landwirtschaft, Terminals anstelle von Personal und diverse bargeldlose Bezahlmöglichkeiten erwarten die Kunden in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg – und das 24/7 an 365 Tagen im Jahr.

Emmas Enkel: mit Retro-Charme und modernster Technik

Die Essenz von Emmas Enkel:

 

  • Update des Tante-Emma-Ladens: Der Store bietet rund um die Uhr Lebensmittel und alles für den täglichen Bedarf. Gekauft wird vorab via App oder vor Ort über ein Bestell-Terminal, die Warenausgabe erfolgt automatisiert und ohne Personal.

 

  • Bargeldloser Einkauf: Die Bestellung kann mit PayPal, Kreditkarte, Girocard, Apple Pay oder Google Pay bezahlt werden.

 

  • Am Puls der Zeit: Beim Sortiment setzt Emmas Enkel auf frische Lebensmittel, Regionalität und Bio-Qualität.

 

  • Traditionsbewusstsein mit Wohlfühlatmosphäre: Durch die rustikal-wertige Einrichtung und das angeschlossene Café Herbertz wird der Charme alter Tante-Emma-Läden wiederbelebt.

 

  • Nah am Kunden: Der Store im Stuttgarter Westen ist bequem zu Fuß oder via Bus und Bahn zu erreichen.

Mir gefällt besonders, dass wir mit Emmas Enkel gleich auf mehrere Trends im Einzelhandel reagieren. Die Menschen möchten frische, nachhaltige Lebensmittel von lokalen Lieferanten kaufen, und das zu jeder Zeit und in ihrer Nähe. Emmas Enkel bietet den Kunden genau das.

(Gerald Schönbucher, CEO von real.digital/real.de)

Neugierig? So kauft man heute ein:

Auf die inneren Werte kommt es an: Die smarkBox

Nicht nur äußerlich hat sich Emmas Enkel der nahtlosen Verbindung zwischen menschlicher Interaktion und Automatisierung verpflichtet: Das Herzstück der Filiale bildet eine smarkBox, die von dem Start-up smark entwickelt wurde. Die automatisierte Einkaufs- und Abholstation beinhaltet ein Regalsystem mit unterschiedlichen Temperaturzonen, in dem die Produkte gelagert werden. Nach jeder Bestellung stellt die smarkBox eigenständig die Waren zusammen und übergibt sie dem Kunden am Abholterminal.

2. Wer sind eigentlich diese Enkel? Die Menschen hinter dem Projekt

Fun Fact 1: Emmas Enkel sind viele – obwohl der Store ohne Personal auskommt, waren und sind über 50 Kollegen aus diversen Abteilungen in verschiedenste Prozesse und Vorgänge involviert.
Fun Fact 2: In einer schlaflosen Nacht würden die meisten unserer Kollegen bei Emmas Enkel vorbeischauen, um sich etwas Süßes oder Chips zu kaufen. Oder beides.
Aber lest selbst!

 

2.1 Von der Idee zum Konzept: Wie Emmas Enkel erwachsen wurde

Federführend bei der Entwicklung des neuen Konzepts von Emmas Enkel war unser Business Development Manager Robin: Er analysierte vor allem den ausländischen Lebensmitteleinzelhandel im Hinblick auf neue Geschäftsmodelle. Das Ziel war es, mithilfe der Digitalisierung Möglichkeiten zu finden, wie unsere Kunden künftig 24/7 einkaufen und ihre Waren direkt im Anschluss daran erhalten können.

Emmas Enkel – der Concept Store am Stuttgarter Rosenplatz

 

Besonders die unbemannten Stores der BingoBox in China konnten sowohl Robin als auch Gerald (CEO von real.digital/real.de) und Mehmet (Managing Director bei real.digital/E-Food) begeistern.

Überzeugt davon, dass sich so etwas in Deutschland ebenfalls umsetzen und etablieren lässt, begann im September 2018 die Arbeit an einem eigenen Konzept. Dabei musste unter anderem geklärt werden, ob ein solches Projekt für uns sinnvoll und wirtschaftlich darstellbar ist. Die Antwort aus der Finanzabteilung ließ nicht lange auf sich warten:

 

Da es sich bei dem Concept Store um eine Geschäftsidee mit großem Mehrwert handelt, konnte schnell das Go für Emmas Enkel erteilt werden.

(Jens, Leiter Finanzen)

Als nächstes stand die Frage nach einem möglichen Kooperationspartner im Raum – und in Stuttgart wurden unsere real.digitalos fündig. Denn dort hatte das Start-up smark bereits zwei ähnliche Einkaufs- und Abholboxen konzipiert und aufgestellt.

Nachdem ein geeigneter Standort im Stuttgarter Westen gefunden war, ging es ab Mai 2019 ans Eingemachte: Neben der Sortimentsgestaltung durch unser Category Management standen auch Aspekte wie Branding und Design auf der Agenda, außerdem wurde die dazugehörige „Emmas Enkel“-App entwickelt.

 

Der Brick-and-Mortar-Handel in Europa braucht dringend eine disruptive Innovation, um auf die veränderte Handelslandschaft zu reagieren und in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Emmas Enkel ermöglicht es uns, diese Innovation als First Mover voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit von real sicherzustellen. Durch den Einsatz verschiedenster Technologien, wie zum Beispiel Artificial Intelligence, Robotics und Machine Learning, haben wir den Einkauf zeitlich entkoppelt und somit den Handel in Europa neu definiert. Bei uns kann der Kunde selbst entscheiden, wann und wie er einkaufen möchte.

(Robin, Business Development Manager)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Robin bei Emmas Enkel mit fritz-kola, Pringles und Bio-Eiern (für das Frühstück am nächsten Morgen) eindecken.

 

2.2 Category Management: Einmal hin, alles drin?

Unsere Teamleads im Category Management für E-Food kümmerten sich im Vorfeld der Eröffnung von Emmas Enkel um den Sortimentsaufbau. Neben den Getränken gibt es dort die Bereiche Non-Food, Frischwaren und Trockensortiment, die von den real.digitalos Heike, Celina und Ali verantwortet werden.

Backwaren, Obst und Gemüse kann man bei Emmas Enkel selbst auswählen – die anderen Waren lagern in der smarkBox hinter den Terminals und werden automatisch ausgegeben.

Zunächst definierten unsere Teamleads die zielgruppengerechten Artikel und suchten nach passenden regionalen Lieferanten, im Anschluss wurden die Produkte gelistet. Seit dem Launch beschäftigt sich Heike vor allem mit der Analyse und Optimierung des Non-Food-Sortiments:

 

Man hört und liest zwar viel über das Umfeld des Marktes und hat seine eigene Idee vom idealen Sortiment, allerdings liegt die Wahrheit oft dazwischen. Genau diese Herausforderung macht aber gerade unseren Job im Category Management aus.

(Heike, Teamlead Category Management E-Food für Drogerie/Tierbedarf/Non-Food)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Heike bei Emmas Enkel natürlich mit einer fritz-kola und einem Paket Kinderriegel eindecken. Schließlich sind fast alle real.digitalos Naschkatzen. 

 

Celinas Aufgaben gestalteten sich ähnlich, doch ihre besondere Challenge bestand darin, lokale Lieferanten mit nachhaltig produzierten Waren für einen einzigen Standort wie Emmas Enkel zu gewinnen. Seit der Erstbestückung vor Ort beobachtet sie mit ihrem Team, wie das Frischwarensortiment angenommen wird und prüft, ob und in welchen Bereichen Verbesserungsbedarf besteht. Die Mitarbeit am Concept Store hat ihr ebenso viel Spaß gemacht wie ihre Besuche vor Ort:

 

Emmas Enkel wirkt sehr einladend, es ist fast schon schade, dass man als Käufer nur so kurz da ist. Denn die Schnelligkeit, mit der man 24/7 seinen kleinen Einkauf machen kann, ist erstaunlich. Dass die Getränke gekühlt sind und man die frischen Backwaren sowie das Gemüse vor dem Kauf sehen kann, gefällt mir total gut.

(Celina, Teamlead Category Management E-Food für Ultrafrische/Frische)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Celina bei Emmas Enkel mit einer Laugenbrezel und einer Stuggi Schorle Rhabarber eindecken. Denn Ausnahmen von den Naschkatzen bestätigen die Regel.

 

Alis Aufgabenbereich umfasst sämtliche Tätigkeiten rund um das Trockensortiment von Emmas Enkel. Wie die anderen Teamleads sorgt er beständig dafür, dass die Kunden eine optimale Auswahl an Waren vorfinden. Den Sprung vom onlinebasierten Category Management aus seinem Büro, der ihn mitten in das neuartige Konzept des Stuttgarter Mini-Supermarkts beförderte, betrachtet er als eine spannende Herausforderung:

 

Statt den gewohnten Kontakten mit größeren Industriepartnern stand auf einmal die Gewinnung von regionalen Lieferanten mit einer begrenzten Auswahl von Artikeln im Fokus, außerdem kam der Feldforschung vor Ort eine wichtige Rolle zu. Bei meiner Arbeit konnte und musste ich durch so viele unterschiedliche Brillen sehen, da kann einem manchmal schon schwindlig werden.

(Ali, Teamlead Category Management E-Food für das Trockensortiment)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Ali bei Emmas Enkel mit Süßigkeiten und Cola eindecken … es kann ja nur der Heißhunger auf Süßes sein, der ihn um den Schlaf gebracht hat 😊

Aber wie funktioniert der Einkauf bei Emmas Enkel eigentlich im Detail?

Intuitiv, schnell und bargeldlos:

2.3 Accounting und Payment: Zahlen, bitte!

Apropos bargeldlos bezahlen: Dafür ist Antonio zuständig. Er leitet bei real.digital die Bereiche Accounting und Payment. Das heißt, er ist nicht nur für die Buchhaltung verantwortlich, sondern sorgt zugleich dafür, dass die Kunden auf real.de aus einem vielfältigen Zahlungsartenmix wählen können. Beim Projekt Emmas Enkel lag eine besondere Herausforderung darin, die optimalen Bezahlmöglichkeiten für den Kauf im Store und via App anzubieten.

In der App wurde zunächst PayPal als Zahlungsmittel integriert, weitere Optionen sollen bald folgen. Im Laden selbst können die Kunden am Terminal ihre EC- und Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay verwenden.

Besonders spannend findet Antonio das innovative Konzept der ständigen Zugänglichkeit des Ladens – und die smarkBox:

 

Die ausgeklügelte Technik des automatisierten Bestell- und Regalsystems hat mich überrascht; es ist quasi ein überdimensionierter Snackautomat.

(Antonio, Head of Accounting & Payment Operations)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Antonio bei Emmas Enkel mit einer Tüte Chips eindecken. Anschließend startet er einen nächtlichen Serien-Marathon, wobei die Tüte Chips die erste Folge wahrscheinlich nicht übersteht …

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2.4 Digitales Marketing: Koordination und Kommunikation

Auch wenn die Marketingaktivitäten erst nach dem Launch von Emmas Enkel sichtbar wurden, begann die Arbeit daran schon sehr früh. Schließlich galt es, die unterschiedlichsten Marketing-Aktivitäten abzustimmen und von Anfang an eine gemeinsame Strategie für online, offline und den Point of Sale zu finden. Diese Aufgabe übernahm Lilly, unser Teamlead im Marketing für E-Food.

Damit der Kunde weiß, was ihn hinter einer Kategorie erwartet: der Teaser in der App von Emmas Enkel

Sie koordiniert alle Teams, die beim Marketing für Emmas Enkel involviert sind, und ist für die strategische Ausrichtung der Kanäle verantwortlich. Ob Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierung, App-Store-Optimierung oder Display-Werbung, am Point of Sale oder die Ausgestaltung der Website: Lilly hat den Überblick und sorgt dafür, dass jedes beteiligte Team immer auf dem neuesten Stand ist. Da es sich um ein Pilotprojekt handelt, treten manchmal unvorhergesehene Schwierigkeiten auf oder der Zeitplan verschiebt sich – in solchen Fällen muss so schnell wie möglich von allen Seiten reagiert werden.

Zudem steht Lilly in ständigem Austausch mit unserem Technologie-Partner. So können Änderungswünsche oder neue Anforderungen an die App, etwa das Einbinden von Rabattcodes, zügig kommuniziert und umgesetzt werden. In Absprache mit dem Category Management gibt sie darüber hinaus die Aufträge für digitale Werbemittel wie Kategorie-Teaser an die Grafik weiter.

 

Das Einkaufserlebnis bei Emmas Enkel ist sehr technologielastig – umso wichtiger ist es, den Kunden ein freundliches Brand Image und einen Store mit Wohlfühlatmosphäre zu präsentieren. Und es hat geklappt: Die Gestaltung unserer Werbemittel wurde sehr positiv aufgenommen, das Markenbild und unser Ladenlokal als einladend und interessant beschrieben.

(Lilly, Teamlead Marketing E-Food)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Lilly bei Emmas Enkel – wer hat es geahnt? – mit Schokolade oder Chips eindecken. 

2.5 Marketing am Point of Sale: Zwischen Konstruktion und Kommunikation

Als Retail Designerin im Marketing am Point of Sale (POS) kümmert sich Tabea um die Ausgestaltung der Ladenfläche: Wo müssen die Trockenbauwände gesetzt werden, welche Stellen eignen sich am besten für das Anbringen von Kundeninformationen und wie sieht das perfekte Brotregal für Emmas Enkel aus? Tabea kennt die Antworten und arbeitet eng mit Kollegen aus allen Abteilungen sowie den Teams von smark und Café Herbertz zusammen, damit sich die Kunden an einem ebenso schönen wie funktionalen Ladenlokal erfreuen können. Da die Kommunikation zwischen allen Beteiligten hervorragend funktionierte, ließen sich unerwartete Schwierigkeiten leicht bewältigen.

Eine besondere Herausforderung war beispielsweise die Integration des Cafés: Anders als die Verkaufsfläche hat es nicht 24 Stunden geöffnet, daher musste das POS Marketing eine Möglichkeit finden, den Barbereich während dieser Zeit sicher abzutrennen – ohne dass Optik und Einkaufserlebnis darunter leiden.

Wenn Sie gerade nicht mit Emmas Enkel beschäftigt ist, kümmert sich Tabea um Projekte wie die neue Markthalle in Aschaffenburg.

 

Nach der Eröffnung von Emmas Enkel besuchte Tabea ein weiteres Mal den Store – und war begeistert. Die Kombination von Bestellterminals und App mit der analogen Wohlfühlatmosphäre im Store, die nicht zuletzt dem Cafébereich zu verdanken ist, vereint für sie das Beste aus zwei Welten:

 

Die Aufgabe eines erfolgreichen Einzelhändlers ist es, online und offline zu kombinieren, daher war dieses Projekt sehr interessant für mich. Ich fand es spannend zu sehen, wie die Menschen den praktischen Service nutzen, alles über das Smartphone zu bestellen, und zugleich gerne im Café Herbertz verweilen. Unsere Kunden schätzen die Mischung aus zeitsparendem Einkaufen und der freundlichen, heimeligen Einrichtung im Laden.

(Tabea, Retail Designerin im POS Marketing)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Tabea bei Emmas Enkel mit Schokolade eindecken. Oder mit anderem Süßkram und einem Mandelteilchen von „La Boulangerie“ aus dem Backwarenschrank. So könnte sie auf jeden Fall wieder einschlafen.

2.6 Das Projektteam: Die private Feuerwehr für Emmas Enkel

Einer Kollegin zufolge ist Christian einer der Menschen, die gerufen werden, wenn es irgendwo brennt. Aber welches Feuer löscht er dann? Es kommt darauf an: Für unseren Lebensmittelshop auf real.de überblickt er alle Kennzahlen, Reports und Umsätze – sollten die Zahlen einmal nicht stimmen, findet er die Ursache. Außerdem befasst er sich mit internen Prozessen und betreut die Zusammenarbeit mit externen Partnern.

Christian verantwortet gemeinsam mit Robin – den wir euch bereits hier vorgestellt haben – das Gesamtprojekt von Emmas Enkel. Vor allem die Wochen vor der Eröffnung empfand er als ebenso spannend wie anstrengend. Er kümmerte sich um das Prozessmanagement, koordinierte die Anbindung des stationären Geschäfts und nahm sich Fragen wie der Customer Journey an.

Seit der Eröffnung des Ladenlokals steht die Optimierung der bestehenden Prozesse im Vordergrund, wobei ein besonderes Augenmerk auf Kundenbewertungen gelegt wird. Beispielsweise befindet sich im Eingangsbereich von Emmas Enkel ein Gästebuch, in dem sich zahlreiche Personen bereits geäußert haben. Das positive Feedback hat Christian immer wieder motiviert, zumal er sich selbst für das Konzept begeistern kann:

 

Ich finde es großartig, dass wir mit lokalen Händlern vor Ort arbeiten. Unsere Backwaren werden direkt frisch vom Bäcker um die Ecke geliefert, gleiches gilt für unser Obst und Gemüse. Und ‚um die Ecke’ ist hier wörtlich zu nehmen – lediglich 20 bis 150 Meter Luftlinie trennen die Standorte voneinander.

(Christian, Master Data Management & Business Development)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Christian bei Emmas Enkel mit einer fritz-kola eindecken. Zum Einschlafen. Denn in den ersten 15 Minuten soll Koffein schließlich dabei helfen.

 

2.7 Unser Legal Department: Damit alles mit recht(lich)en Dingen zugeht

Von der Anmeldung des Gewerbes über die allgemeinen Geschäftsbedingungen bis hin zum Lebensmittelrecht: Unsere Juristin Christina begleitete Emmas Enkel schon von Anfang an und arbeitete sich dabei quer durch alle Rechtsbereiche. Sie erstellte unter anderem die AGB und die Datenschutzerklärung für die Bestellung via App und an den Terminals. Darüber hinaus steht sie den verschiedenen Teams bei allen Rechtsfragen beratend zur Seite.

Aufgrund des neuartigen Konzepts von Emmas Enkel gab es bei der Ausgestaltung des Bestellprozesses juristische Fragestellungen, die so weder im klassischen Supermarkt noch bei der reinen Online-Bestellung auftreten. Daher musste Christina bei der Umsetzung oftmals noch unbekannte Wege einschlagen – ein spannendes Erlebnis, das ihr auch wegen der guten Zusammenarbeit zwischen allen Kollegen viel Spaß bereitet hat.

Für unsere Juristin eines der Highlights von Emmas Enkel: das frische Obst und Gemüse in der Auslage

 

Christinas Eindruck vom Store in Stuttgart:

Ich war am Eröffnungstag vor Ort und ziemlich begeistert! Es ist ein besonderer Moment, wenn man sieht, wie ein Projekt, das man selbst begleitet hat, starten kann und ein Vertrag plötzlich ‚lebendig’ wird. Ich hätte in meiner Umgebung auch gerne solch einen Markt. Er ist offen und freundlich gestaltet, und die Bestellung am Terminal war einfach zu erledigen. Das unkomplizierte Einkaufen und die zusätzliche Auswahl an frischen Waren direkt in der Auslage gefallen mir besonders gut.

(Christina, Rechtsabteilung)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Christina bei Emmas Enkel mit Maultaschen eindecken. Denn mit Maultaschen geht einfach immer alles besser, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit.

 

2.8 Der Kundensupport: Kein Personal = kein Grund zur Beschwerde?

Guter Kundenservice ist ein wichtiger Faktor für die Kundenzufriedenheit – das weiß auch Susanne, Head of Customer Service im Bereich Food. Sie ist für die stationären Märkte ebenso wie für den real Lebensmittelshop zuständig und damit prädestiniert, sich bei Emmas Enkel dem bislang wenig bekannten Bereich irgendwo dazwischen anzunehmen.

Zunächst galt es, einen Kundensupport aufzubauen, wofür Susanne eng mit den real.digitalos Robin und Christian sowie mit dem Team von smark zusammenarbeitete. Ohne einen vergleichbaren Store gab es natürlich keine Erfahrungswerte, an denen sich der Customer Service orientieren konnte. Deshalb überlegte sich das Team als erstes in der Theorie, welche Probleme während des Einkaufs bei Emmas Enkel auftreten könnten und wie sie sich am besten lösen lassen.

Außerdem war es wichtig, für jeden Störfall den richtigen Ansprechpartner zu definieren: Meldet sich ein Kunde zwei Tage nach dem Einkauf telefonisch, weil die gekaufte Sahne bereits abgelaufen ist, wird das Anliegen vom real Kundenservice bearbeitet. Liegt dagegen ein technisches Problem beim Einkauf vor, wodurch der Kunde nicht alle bestellten Produkte erhält, ist smark für die Lösung zuständig. Guter Kundenservice heißt für Susanne, dass der Kunde von diesen Prozessen im Hintergrund nichts mitbekommt, weil alle Beteiligten perfekt aufeinander abgestimmt sind.

 

Susanne ist ein echter Fan der Mischung aus Technik und Wohlfühlatmosphäre bei Emmas Enkel:

Das Ambiente ist so angenehm und gut aufeinander abgestimmt, dass es überhaupt nicht unpersönlich wirkt. Über die Plakate, Terminals und Bildschirme kann sich der Kunde informieren, sodass eigentlich keine Fragen mehr offenbleiben. Das merken wir auch im Kundenservice – Verständnisprobleme tauchen nur selten auf.

(Head of Customer Service E-Food & Stationär and Market Research)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Susanne bei Emmas Enkel mit einer eiskalten Stuggi Schorle Rhabarber eindecken. Denn irgendjemand muss ja auf die gesünderen Alternativen setzen, die der Store so zahlreich anbietet. 

 

2.9 Business as usual? Emmas Enkel als Pionier des Einzelhandels

Als Geschäftsführer des Online-Lebensmittelgeschäftes ist Mehmet für den real Lebensmittelshop und den Direktverkauf Food auf dem Marktplatz zuständig. Zudem ist er für die Abteilung Business Development (E-Food) verantwortlich. Er verfolgt neue Entwicklungen und Technologien der Branche, um mit seinem Team neue Geschäftsmodelle zu starten.

Mit Emmas Enkel bot sich ihm die Gelegenheit, im deutschen Einzelhandel als First Mover zu agieren und ein neues Geschäftsmodell zu etablieren. Dabei stellt Mehmet trotz allem Pioniergeist den Kunden in den Vordergrund – die Technik ist dabei nur das Mittel, das die optimale Customer Experience ermöglicht. Als Business Owner von Emmas Enkel verbrachte Mehmet viel Zeit in Stuttgart, sodass er die Stadt bereits als zweite Heimat betrachtet. Dort betreute er den Launch des Stores und kontrollierte, ob die Annahmen aus dem Business Case sich in der Realität bewahrheiten konnten. Er zieht ein positives Fazit:

 

Veränderte Kundenerwartungen, steigende Immobilienpreise und die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz erlauben Einzelhändlern, noch näher am Kunden zu sein und nach mehr Effizienz zu streben. In Amerika gibt es schon einige Stores von Amazon Go; Auchan Minute und BingoBox sind einige Beispiele mit der Self-Checkout-Technologie aus Asien. Emmas Enkel ist der Pionier in Europa, und unsere ersten Ergebnisse fallen sehr vielversprechend aus.

(Mehmet, Managing Director bei real.digital/E-Food)

 

In einer schlaflosen Nacht würde sich Mehmet bei Emmas Enkel mit Château Cantemerle, Haut-Médoc eindecken. Den französischen Rotwein wollte er ohnehin schon lange probieren – also die perfekte Gelegenheit! 

3. Vom Vorreiter zum Standard? Ein Ausblick

Das Konzept ist in Stuttgart gut angekommen, davon konnten sich unsere Kollegen vor Ort schon überzeugen: Die Möglichkeit, unabhängig von den gängigen Öffnungszeiten einzukaufen, wird von den Kunden geschätzt und genutzt – dementsprechend ist der Sonntag ein besonders umsatzstarker Tag. Zugleich gefällt den Menschen der Vintage-Look von Emmas Enkel, der Chic und Gemütlichkeit verbindet.

Zahlreiche Kunden kehren vor oder nach ihrem Einkauf im Café Herbertz ein, das direkt im Eingangsbereich des Ladenlokals zu finden ist.

 

Wie viele Enkel Emma in Zukunft haben wird, ist natürlich eine spannende Frage – und im Einzelnen noch geheim. Fest steht jedoch heute schon:

 

Stuttgart ist unser Testlabor: Sollte sich die Technologie im täglichen Praxiseinsatz beweisen und die Kunden im Rahmen einer mehrmonatigen Testphase unseren ‚Concept Store‘ annehmen, werden wir rasch weitere Geschäfte in Deutschland eröffnen.

(Patrick Müller-Sarmiento, CEO von real)

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